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Vadim Khromov im Interview über Steuervorzüge im Tausch gegen Investitionen

Das Investitionsklima der Moskauer Region. Über Kürzung der Gewinnsteuer, Hilfe für Unternehmer bei Schwierigkeiten mit dem Anschluss zu den Gas- und Stromnetzwerken und über Entwicklung der Außenhandelsbeziehungen mit ausländischen Partnern im Interview mit dem ersten stellvertretenden Minister für Investitionen und Innovationen Vadim Khromov.
“Interview 360“

Die Moskauer Region ist eine der attraktivsten Regionen für Investitionen in unserem Land. Jedoch wurden diesen Sommer Äderungszusätze des Gesetzes „über Vorzugsbesteuerung“ verabschiedet. Worin bestehen diese Änderungen?

Die erste Änderung betraf den Paragraphen 26/15. Wir vereinfachten den Mechanismus zur Auswahl von Investoren, vergrößerten die Gewinnsteuervorteile. In der Tat bedeutet es einen 4,5-prozentigen Vorteil auf Gewinnsteuer für die in der Gesetzgebung vorgeschriebene Periode. Je nach Projekt sind es 3 bis 8 Jahre. Zudem wird dieser Vorteil ohne Beschränkungen vorgenommen. Im alten Gesetz war eine jährliche Einschränkung auf 2% der Investitionssumme enthalten. Zusätzlich wurde der Paragraph 26/18 verabschiedet, der die Zubilligung der direkten Vorzüge erlaubt, das heißt ohne Abschließung zusätzlicher Verträge mit der Regierung der Moskauer Region. Dieser Mechanismus gilt für alle neuen Investitionsprojekte, die 50 Millionen Rubel in den Investitionsbau investieren. Das ist eine äußerst niedrige Grenze und die einzige Bedingung besteht in der Errichtung eines Investitionsbauobjektes. Aus der Sicht der Zugänglichkeit zu Arbeitskräften sind wir sehr attraktiv. Und daher besteht unsere Aufgabe darin, dass wir die Eigentums- und Steuervorteile mit den am besten etablierten Praktiken aus der ganzen Welt in Einklang bringen. Und wir werden weiterhin unsere Gesetzgebung anpassen, um maximale Effizienz und Begünstigung des Investitionsklimas zu gewährleisten.

Welche weiteren Maßnahmen für die Entwicklung sind in der nächsten Zeit vorgesehen?

Wie Sie wissen, wurde in Moskau eine neue Sonderwirtschaftszone gegründet. Und zwar eines Typs, das es bis heute in der Moskauer Region nicht gab. Das ist das Industriebezirk „Stupino Quadrat“. Wie aus dem Namen ersichtlich, wurde diese Zone im Stupino Bezirk auf circa 390 Hektar gegründet. Zurzeit gibt es bereits erste Residenten in der Sonderwirtschaftszone. Sie werden eine Unterstützung aus dem föderalen Budget bekommen, die von der Größe her alle Unterstützungsmaßnahmen übersteigt, die jede einzelne Region zur Verfügung stellen könnte. Für Industrieproduktionen, die dort lokalisiert werden. Das sind Gewinnsteuer- und Eigentumssteuervorteile, aber auch ein besonderes Zollverfahren, das auf dem Territorium gültig ist und die Geschäftstätigkeit erleichtert. Diese Zone wurde schon gegründet. Wir planen mit 50 Milliarden an Investitionen in den nächsten 10 Jahren. Es werden circa 5,5 Tausend Arbeitsplätze entstehen. Auf diese Weise sollen circa 51 Milliarden an Steuern ins Budget fließen. Bis jetzt haben wir schon drei Residenten, die eine Absichtsvereinbarung unterzeichneten. In Kürze werden sie ihren Status durch den Expertenrat des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung der Russischen Föderation genehmigen lassen. Da sind eine Vertretung eines deutschen Unternehmens, russischer Rauchgaskanalhersteller „Feniks“, Tochter des mexikanischen Unternehmens „Sonne Mexikos“ und Lackfarbenproduzent „Krasko“ dabei. Der Unterschied zur Sonderwirtschaftszone „Dubna“ besteht darin, dass die Zone in Stupino des industriellen Typs ist. Sie ist größer, und die Residenten beabsichtigen eine Produktionslokalisierung von Werken, die bereits in anderen Ländern existieren. Also ist es in dem Fall eine ganz normale Industriezone. Im Gegensatz dazu werden in „Dubna“ eher kleine Hightech-Werke gegründet.“

Ist es ein industrieller Cluster?

Ja. Zurzeit erwägen wir eine weitere Sonderwirtschaftszone in Frjasino zu eröffnen. Das hängt mit der Clusterpolitik zusammen. Also mit der Gründung eines industriellen Clusters von Mikrowellenelektronik in unserer Wissenschaftsstadt Frjasino. Ich hoffe, dass wir bald diese Arbeit abschließen werden und es eine dritte Sonderwirtschaftszone in der Moskauer Region entstehen wird.

Vielleicht können Sie ein ungefähres Datum nennen, wann es passieren wird?

Das wird bis zum Ende des Jahres passieren. Und die ersten Residenten werden wir bereits bis zum Ende des Jahres sehen werden.
Die Fortsetzung des Interviews können Sie auf der Seite des Fernsehkanals 360 Moskauer Region weiterlesen.